Autor Thema: Motor einmotten  (Gelesen 451 mal)

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elwood-63

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Motor einmotten
« am: 16. 09. 2021, 14:17:36 »
Ich hab für meinen Willys zwei Motoren komplett neu aufgebaut, einer ist
im Jeep und einer soll eingemottet werden.

Er wird im Schrauberkeller trocken gelagert aber es stellt sich noch die Frage
des Innenlebens. Es ist ja alles Grauguss was weiter rosten könnte.

Ich will auch keine Wissenschaft daraus machen; meine Überlegung
ist, dass ich den Motor mal komplett mit Öl flute und wieder ablasse, sodass
sämtliche Oberflächen mit Öl benetzt sind.

Dann alle Öffnungen verschliessen (z.B. Lappen ) und in Schönheit stehen lassen.

Ich hab das mit einem Fiat 500 Motor so gemacht und ihn 10 Jahre später
wieder in Betrieb genommen, passt alles. Allerdings ist der Luftgekühlt und hat einen Alukopf.

Irgentwelche Tips?
 
« Letzte Änderung: 16. 09. 2021, 14:20:44 von elwood-63 »
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Re: Motor einmotten
« Antwort #1 am: 16. 09. 2021, 16:08:02 »
ich glaube solange nicht noch irgendwo Wasser im Keislauf ist, sollte es bei Kühler, Trockener Lagerung kein Problem sein.....wenn irgendwo ein Motor "wegegstellt" wird, vergessen die meisten, dass ja irgendwo im Inneren noch eine zeitlang Kühlwasser "steht" und da rostet es dann meist durch oder stark an, dass die Blockwände dort geschwächt werden......... 
Da deiner überholt ist ( und somit kein "altes Kühlwasser" mehr drin ist,, außer er ist auf einem Motorteststand Probe gelaufen, dann muss das Wasser wieder raus), sollte das also kein Problem sein....

Ich hatte auch mal einen überholten V8 Motor für drei/vier Jahre stehen....habe am Anfang die Zündkerzen rausgedreht und den Brennraum mit Öl ausgespritzt, ein paar mal von Hand durchgedreht und die Kerzen wieder rein, sodass diese handfest gedreht sind. danach habe ich den Motor alle paar Monate ( nachdem ich die Kerzen wieder locker gemacht habe, damit keine Komprssion das durchdrehen erschwert) nur ein paar mal durchgedreht, damit nicht immer die gleichen Ventile offen stehen.....dadurch könnte es in einem oder zwei Zylindern ggf. zu etwas Oberflächenkorrosion kommen...daher ab und zu per Hand mal durchdrehen....

ansonsten könnte das so klappen....
es grüßt

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Stefan
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elwood-63

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Re: Motor einmotten
« Antwort #2 am: 17. 09. 2021, 09:14:55 »
ich hab vergessen zu erwähnen, dass er zur Kontrolle ca. 2 Stunden
gelaufen ist. Daher gibt`s sicher Kühlwasserreste.

Ich will ja nicht nach ein paar Jahren plötzlich Kolbenfenster haben.

Hab auch schon überlegt einen Föhn an den Kühlkreislauf anzubasteln und eine
Stunde heisse Luft durchzublasen.
« Letzte Änderung: 17. 09. 2021, 09:25:27 von elwood-63 »
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Maico

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Re: Motor einmotten
« Antwort #3 am: 17. 09. 2021, 09:35:30 »
Das problem sind eher der haupt und pleuellager, die können festkleben.
ich würden den kurbeltrieb kompl. unter öl setzen und wenn er zum einsatz kommt alles ablassen.
diese lager habe ich schon satzweise(orginal verpackt) weggeschmissen, da sie nach sehr langer lagerung,
im keller, kaputt waren. die lagerschichten reagieren unterschiedlich auf die einflüße im keller und trennen sich.
leider sieht man das nicht. habe ich zuerst auch nicht geglaubt, aber ein fachmann hat mir anhand, von unserem
neu gebauten und zerstörten motor, gezeigt. er sagte auch, wenn einlagern, nur unter luftabschluß, also in öl.


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Re: Motor einmotten
« Antwort #4 am: 17. 09. 2021, 10:05:56 »
Nur mal soone Idee. Wie wärs mit Unterdruckverpackungsmaterial? Also erst alles einölen dann in einen Plastiksack bei dem die gesamte Luft abgesaugt wird und dann verschweisst. Wie gesagt nur soone Idee ohne jegliche Erfahrungswerte.
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Re: Motor einmotten
« Antwort #5 am: 22. 09. 2021, 08:29:59 »
Ich denke, ich werde wie folgt verfahren:

Der Motor muss eh nochmal probelaufen weil ich noch etwas testen will.

Im noch warmen Zustand lass ich das Wasser ab und blase anschliessend noch warme Luft
durch, dass überall das restliche Wasser verdunstet.

Dann füll ich 5 Liter unlegiertes Öl in den Kühlkreislauf ein und dreh den kompletten Motor im Montagegestell
mehrmals auf den Kopf und wieder zurück sodass im innern alle Oberflächen (auch im gusseisernen Kopf)
mit Öl überzogen sind.

Das Öl lass ich dann wieder ab und füll das Kurbelgehäuse soweit auf dass die Kurbelwelle abtaucht.

Dann alle Öffnungen verschliessen und in dicke Plastikfolie verpacken.

Mehr fällt mir dann auch nicht mehr ein.
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V8hütti

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Re: Motor einmotten
« Antwort #6 am: 22. 09. 2021, 10:02:24 »
wie erwähnt evtl. noch die eingewickelte Luft absaugen. Würd ich noch machen.
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