Autor Thema: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?  (Gelesen 1563 mal)

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Josi

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Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« am: 04. 09. 2010, 09:30:50 »
Hallo, welches Ă–l oder Fett habt ihr in eurem mechanischen Lenkgetriebe (ohne Servo)?

Ich hatte ziemlich viel Spiel im Lenkgetriebe und habe nun die Lagerbuchsen erneuert und den unteren Simmerring ersetzt, nun stellt sich die Fage welches Ă–l oder Fett mache ich rein.
Bisher hatte ich ein Fließfett auf Laugenbasis drinn, da ein Öl sowiso nach unten davon gelaufen währe, müsste aber ja jetzt wieder dicht sein.

Danke fĂĽr jede Hilfe!

Mikey

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #1 am: 04. 09. 2010, 13:21:06 »
Das habe ich bei mir in der Corvette auch drin...aus einer LKW-Werkstatt (Benz).

Rohnny Cash

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #2 am: 28. 04. 2017, 05:36:16 »
Hallo!

Ich mĂĽsste bei meinem '56er auch den unteren Simmering wechseln.

Weiß Jemand zufällig die Größe?

Einen passenden Simmering findet man bestimmt auch in D.
Ich möchte ungern nur für diesen Ring ein Rebuild Kit aus den Staaten holen.

Danke!
GruĂź Ron

Rohnny Cash

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #3 am: 28. 04. 2017, 05:39:55 »
Und noch was,
in der NachfĂĽllschraube, also in diesem 4 Kant, ist bei mir ein Loch durch gebohrt,
so dass das Lenkgetriebe "lĂĽften" kann.
Ist das Original so??? ???

Mikey

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #4 am: 28. 04. 2017, 08:57:51 »
LĂĽften muss da nix. Cih kenne das eigentlich nur so, dass da eine Nachstellschraube ist, die mit dem Vierkant arretiert wird.

Vielleicht fehlt das irgendwas...hast Du mal ein Bild?

Rohnny Cash

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #5 am: 13. 05. 2017, 07:55:58 »
Nee, nee, ist komplett. Ein StĂĽck ĂĽber der Einstellschraube, ist die Schraube zum NchfĂĽllen und die hat einen Viereckigen Kopf, wo ein Loch rein gebohrt wurde.
Ich habe jetzt einfach einen Gummipropfen drĂĽber gesteckt. Damit sollte es gehen.

Biscayne1958

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #6 am: 04. 07. 2017, 21:35:06 »
Also ins Lenkgetriebe gehört spezielles Öl und kein Fließfett, meiner Meinung nach. Ich habe mich da eingehend bei meinem Ölhändler, welcher selbst einige Oldi-Auto's fährt, auseinandergesetzt und dem meine originalen Unterlagen, wo die alten empfohlenen Ölsorten drin stehen, gezeigt. Seiner Meinung nach ist das Beste ein Öl für Achs- und Lenkgetriebe, genauer ein 140er GL 4. Das habe ich, nachdem ich beim Flottmachen des alten Chevy's auch das Kugelumlauf-Lenkgetriebe voll zerlegt und gereinigt habe, seitdem drin. Füllstand bis zur Unterkante des Einfüllgewindes. Die Lenkung geht 'butterweich' und leicht und hat in der Mittelstellung keinerlei Spiel. Allerdings hält der Simmering nicht hundertpro . . . ein/zwei Tropfen sind über Nacht schon mal auf der drunter liegenden Pappe zu sehen. Was soll's, ich muss auch ab und zu rotzen :-)

GruĂź
Ingo

FinDoctor

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #7 am: 05. 07. 2017, 07:38:28 »
@ Biscayne1958 : und das ist genau der Grund, warum sowohl vom Classic Chevy Club International und auch von anderen Experten in den USA nun NICHT mehr empfohlen wird, ein Ă–l dort einzufĂĽllen, wie es ursprĂĽnglich mal der Hersteller vorgesehen hatte.....der Simmerring/ MessinghĂĽlse wird NIE richtig dicht halten.

mal eine Anmerkung zur BefĂĽllung des Lenkgetriebes ( NUR manual steering ) der Baujahre 1950 bis 1964:

GrĂĽnde :
1. das Fahrzeug war nie für die Ewigkeit konzipiert und daher die Messinghülse nicht die optimale Lösung
2. Damals war es noch nicht so schlimm, wenn es mal irgendwo "tropfte"
3. Das Öl wird in der Nähe zum Auspuff, bzw. im Motorraum immer sehr warm und damit dünnflüssiger....dringt somit durch jede kleine "Ritze", speziell mit einer nach unten gerichteten Öffnung zum Pitman-Arm...

Fazit der Experten:
ein HeiĂźlagerfett erfĂĽllt alle Schmiermitteleigenschaften im Lenkgetriebe.   Es wird bei Hitze vom Auspuff etwas weicher, schmiert immer noch ausreichend, wird aber nicht flĂĽssig und fängt daher nicht an zu tropfen. 
Schon vor über 20 Jahren habe ich Fett in dem Lenkgetriebe meines ersten BelAir´s, es schmiert sehr gut, ist auch leichtgängig und tropft nicht....
also auch kein Ă„rger beim TĂśV
es grĂĽĂźt

FinDoctor
Stefan
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Biscayne1958

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #8 am: 16. 07. 2017, 21:29:15 »
Mmmhh . . . Das wird auch der Grund sein, warum ich nur ein klein wenig Ölverlusst habe . . . nämlich, das daß Lenkgetriebe beim 58'er Baujahr fast auf Höhe des Kühlers montiert ist, es also immer gut gekühlt wird vom Fahrtwind, das Öl also nicht dünn wird während des Fahrens. Außerdem schmiert dickes Öl das Kugelschneckengetriebe viel effizienter als Fett, was der Langlebigkeit gut tut. Dann kann sich eventl. Abrieb besser absetzen, Fett hält diesen immer fest und das schmirgeld dann ständig gut an den Gleitflächen . . . . noch höherer Verschleiß. Also werde ich immer dickes Öl vorziehen, denn ich habe nun mal DOCH ein Auto, was für die Ewigkeit halten soll . . . 59 Jahre sind's ja nun schon mal !!! In der Mittelstellung habe ich KEINERLEI Spiel im Getriebe und das wird bei dickem Öl hoffentlich noch lange so bleiben. Ich habe mich lang mit meinem Öl-Spezi unterhalten . . . er ist seit vielen Jahren vom Fach und hat mein vollstes Vertrauen. Aber deshalb sollte man nun wirklich nich streiten, oder?? Wir sind in ein paar Jahren schlauer . . . wenn meines nun doch eher verschleisen sollte, habe ich noch ein sehr gutes auf Lager. Das wird mich dann aushalten.

GruĂź

FinDoctor

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #9 am: 17. 07. 2017, 08:20:39 »
@Bicayne1958:  grundsätzlich hast du durchaus recht....original hatten die Hersteller da ein hochviskoses ( also "dickes" ) Ă–l vorgesehen.....haben aber dann doch gemerkt, dass es im Motorraum durch Wärme  ( egal ob vom Auspuff oder KĂĽhler evtl. etwas gekĂĽhlt vom Fahrtwind)   zu dĂĽnnflĂĽssig wird...
da der Umlenkhebel immer gut gefĂĽhrt werden muĂź, hatte man sich fĂĽr eine MessinghĂĽlse anstatt fĂĽr einen Simmerring entschieden....die sollte eigentlich dichthatlen...tat sie aber nicht...das ging so bis Anfang der 60ziger Jahre....
mit aufkommen der Servolenkungen, die die Servoeinheit im Lenkgetriebe hatten, wurde das ganze System verändert....mußte ja dann sogar unter Druck dichthalten....

Leider ist der untere Bereich des Lenkgeriebes zu klein um "Abrieb" permanent unten zu halten...da war auch nichts megnetisches vorgesehen ( wie z.B. die Ölablassschraube vom Motoröl) ...... also beim fahren würde der Abrieb immer wieder "hochgeschaukelt" und gelangt dann auch wieder an Stellen, wo man den nicht haben möchte....beim Fett ist es auch so...da verbleibt eventueller Abrieb aber dort wo er anfällt.....
ist auch nicht optimal, tropft aber nicht.....
wenn man natĂĽrlich ein weiteres gutes Lenkgetriebe hat, braucht man sich natĂĽrlich keine Sorgen zu machen....;-)
habe seit 20 Jahren ( seitdem ich das fett drin habe) immer ein Ersatzlenkgetriebe parat, falls mal was passieren sollte....habe ich bisher nicht gebraucht....
es grĂĽĂźt

FinDoctor
Stefan
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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #10 am: 17. 07. 2017, 22:55:48 »
Nochmal zum Thema Dichtring an der Umlenkhebelachse . . . . bei Dir ist da kein Dichtring ?? An dem meinigen ist ein Dichtring umfasst bzw. gehalten in einem schmalen Blech-Formring, der in einerm am Lenkgehäuse befindlichen Sitz gedrückt ist. Der Gummi ist wohl schon etwas ausgehärtet, deshalb etwas durchlässig. Ich hab noch keinen passenden Ersatz gefunden, habe mir erstmal geholfen, indem ich einen Zusatz-Gummiring dran habe, der wiederum mit einer Spiralfeder an den alten gedrückt wird. So ist der Ölverlust etwas verringert.

GruĂź  Ingo

FinDoctor

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #11 am: 18. 07. 2017, 07:44:51 »
bis 1957 war da nur eine MessinghĂĽlse.....
ab 58 hat GM versucht, das mit einem "Dichtring" zu lösen, was aber auch nicht richtig funktioniert hat.....
na ja, wie soll das auch gehen....die Ă–ffnung zeigt fast gerade nach unten, es steht immer Ă–l auf der HĂĽlse/dem Dichtring und es ist im Spritz/Schmutzwasserbereich, wo der VerschleiĂź hoch ist.......da ist eine Undichtigkeit vorprogrammiert gewesen und sollte, wie schon weiter oben gesagt, ja auch nicht fĂĽr die Ewigkeit halten.....man nennt sowas : geplante Obsoleszenz eingebautes Verfallsdatum, gibt es seit den 1920ziger Jahren.....und Apple und HP haben das in den 80zigern zur Perfektion gebracht, damit man immer wieder deren neuen Produkte kaufen muĂźte....
schaut mal hier : ( lief auf ARTE vor einigen Jahren).....dauert zwar über 30 Minuten, ist aber sehr interessant und "öffnet einem die Augen"

https://www.youtube.com/watch?v=9DKpT40PErM

dadurch dass wir unsere Schätzchen am Laufen halten stemmen wir uns jeden Tag ein wenig dagegen....;-)

es grĂĽĂźt

FinDoctor
Stefan
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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #12 am: 22. 07. 2017, 00:13:53 »
Das Film'chen ist wirklich sehr interessant, doch handele ich schon seit meiner Jugendzeit (Bin die ersten 20 Jahre ein DDR'ler gewesen) so, das ich immer versuche zu reparieren, bevor entsorgt wird. Die Szenen im Film, wo es um die Langlebigkeit von DDR-Produkten geht, kann ich nur bestädigen, hat z. B. der 29 Jahre alte Bodenstaubsauger erst jetzt irrreparabel (Anker durch geschmohrt wegen Lagerschaden) den Geist aufgegeben. Alte DDR-KFZ-Glühbirnen habe ich zuhauf aufgehoben und diese leisten in fast allen meiner Fahrzeuge, Chevy eingeschlossen, ihren Dienst. NEUSCHROTT wird nur gekauft, wenn nix anderes mehr da ist. Auch aus diesem Grund habe ich mich für den Chevy entschieden, weil man fast alles selbst reparieren kann. Auch deshalb ist es für mich das umweltfreundlichste Fahrzeug überhaupt, war es doch ein Fahrzeug, was nicht erst aufwendig produziert werden mußte und wenn doch mal das Zeitliche ihn segnet, kann fast alles eingeschmolzen werden für neues. So gesehen müßte unser Oldtimerhobby doch viel mehr gefördert werden . . . oder ?!?!

FinDoctor

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Re: Weches Ă–l oder Fett in's mech. Lenkgetriebe?
« Antwort #13 am: 22. 07. 2017, 08:18:45 »
so isses!!!!!    leider, isses so   ;)
denn nur so kann jegliche Volkswirtschaft überleben....Wachstum, Wachstum, Wachstum, damit die steigende Bevölkerungszahl ernährt und "im Zaum" gehalten werden kann.....
aber das ist eine andere Geschichte.... :(
es grĂĽĂźt

FinDoctor
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